Warum deine Website keine Anfragen bringt – und was du dagegen tun kannst
- vor 3 Tagen
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Du hast eine Website. Sie sieht okay aus, steht seit ein paar Jahren online, und trotzdem: Neue Anfragen kommen fast ausschließlich über Empfehlungen. Über deine Website? Fast nichts.
Das ist frustrierend. Und leider kein Einzelfall.
Als Webdesignerin arbeite ich regelmäßig mit Heilpraktiker*innen, Hebammen, Coaches und anderen Selbstständigen zusammen – und ich sehe immer wieder dieselben Muster. Die Website ist nicht das Problem. Es ist die Art, wie sie aufgebaut ist.
Die gute Nachricht: Die Ursachen sind fast immer dieselben. Und sie lassen sich beheben.
1. Warum deine Website keine Anfragen bringt: Die Startseite
Viele Websites begrüßen Besucher*innen mit einem schönen Foto und einem allgemeinen Satz wie „Herzlich willkommen in meiner Praxis" oder „Ich begleite dich auf deinem Weg."
Das Problem: Wer zum ersten Mal auf deiner Seite landet, stellt sich innerhalb von drei Sekunden eine ganz konkrete Frage – Bin ich hier richtig?
Wenn die Antwort nicht sofort klar ist, ist die Person wieder weg. Nicht weil dein Angebot schlecht ist, sondern weil sie keine Zeit hat, sich das erst zusammenzusuchen.
Was stattdessen funktioniert: Deine Startseite muss in einem Satz sagen, wer du bist, wem du hilfst und was du anbietest. Zum Beispiel: „Ich bin Heilpraktikerin in München und spezialisiert auf Burnout-Prävention." Keine Poesie. Keine Metaphern. Klare Aussage.
2. Es gibt keinen deutlichen nächsten Schritt
Du hast interessante Inhalte auf deiner Website – Leistungen, eine Über-mich-Seite, vielleicht ein Blog. Aber was soll jemand als nächstes tun?
Wenn das nicht eindeutig ist, tut die Person meistens... nichts. Sie liest, nickt innerlich, und schließt den Tab.
Eine funktionierende Website führt Besucher*innen aktiv zur Anfrage. Das bedeutet: Es gibt eine klare Handlungsaufforderung – einen Button, einen Link, ein Formular – der an den richtigen Stellen auftaucht und verständlich sagt, was der nächste Schritt ist.
„Termin anfragen", „Kostenlose Ersteinschätzung sichern", „Jetzt Kontakt aufnehmen" – einfach, direkt, sichtbar.
3. Dein Kontaktformular fragt zu viel – oder zu wenig
Das Kontaktformular ist das Nadelöhr zwischen Interesse und Anfrage. Und hier laufen zwei Fehler gleichzeitig:
Zu viel: Ein Formular mit zehn Pflichtfeldern wirkt wie ein Bewerbungsgespräch. Die meisten brechen ab, bevor sie fertig sind.
Zu wenig: Name und E-Mail allein reichen auch nicht – dann weißt du nach der Anfrage immer noch nicht, ob die Person zu dir passt, und verlierst Zeit mit Hin-und-Her-Schreiben.
Die Lösung liegt in der Mitte: drei bis fünf gezielte Fragen, die dir helfen zu verstehen, worum es geht – ohne dass sich jemand verhört fühlt. Das nennt man ein qualifizierendes Formular. Es spart dir Zeit und zeigt gleichzeitig, dass du strukturiert arbeitest.
4. Deine Website ist auf dem Handy kaum nutzbar
Mehr als 70 Prozent aller Websites werden heute auf dem Smartphone aufgerufen. Wenn deine Seite am Desktop gut aussieht, aber auf dem Handy Text überlappt, Buttons zu klein sind oder das Formular sich kaum bedienen lässt – verlierst du täglich potenzielle Anfragen.
Das ist kein Designfehler. Das ist ein strategischer Fehler. Und Google bewertet Websites seit Jahren primär nach der mobilen Version.
Ruf deine eigene Website gerade mal auf dem Handy auf. Würdest du dort eine Anfrage stellen? Wenn du zögerst, weißt du, was zu tun ist.
5. Google findet dich nicht – weil es nicht versteht, was du anbietest
Das ist der Punkt, den die meisten unterschätzen. Eine Website bringt nur dann Anfragen über Google, wenn Google versteht, für wen sie gedacht ist und was du anbietest.
Das klingt technisch, ist aber im Kern ganz einfach: Verwende auf deiner Website die Begriffe, die deine Wunschkund*innen tatsächlich eintippen würden. Nicht „ganzheitliche Begleitung", sondern „Hebamme in Köln" oder „Heilpraktiker für psychische Erkrankungen Berlin".
Wer keine klaren, konkreten Begriffe verwendet, bleibt für Suchmaschinen – und damit für potenzielle Kund*innen – unsichtbar.
Was kannst du jetzt konkret tun?
Fang nicht damit an, deine gesamte Website umzubauen. Das kostet Zeit und führt oft dazu, dass man mittendrin stecken bleibt.
Stattdessen: Schau dir zuerst deine Startseite an. Ist in drei Sekunden klar, was du anbietest und für wen? Und gibt es einen sichtbaren nächsten Schritt?
Wenn du dir nicht sicher bist, was auf deiner Website konkret nicht funktioniert, biete ich einen kostenlosen Schnell-Check an. Du schickst mir deine URL, ich schaue mir deine Startseite persönlich an und schicke dir innerhalb von drei Werktagen drei konkrete Verbesserungsvorschläge – kostenlos und unverbindlich.
Deine Website muss nicht perfekt sein. Aber sie muss für dich arbeiten – auch wenn du gerade nicht am Schreibtisch sitzt.

